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Sicherheitsnormen

Reiten ist der herrlichste Sport und das schönste Freizeitvergnügen überhaupt; und auf dem besten Wege ein Volkssport zu werden. Diese Entwicklung hat bereits vor ein paar Jahren angefangen und der Trend setzt sich uneingeschränkt fort. Doch bei aller Begeisterung möchten wir auch an dieser Stelle erwähnen, dass mit dem Hobby Reiten auch Mühen und Gefahren verbunden sind.

Als FN-Fachberater seit Februar 2000 ! Fachberater (Reitsportausrüstung) und als Mitglied im FN-Arbeitskreis
"Ausrüstung für den Reit- und Fahrsport" wird bei uns größten Wert auf Sicherheit gelegt -
lassen Sie sich von uns kostenlos beraten.


Wir sind der Meinung, dass beim Verkauf von Sicherheitszubehör Beratung und Hilfestellungen 
sehr wertvoll sind. Nur die optimale Abstimmung und Auswahl des Zubehörs 
auf Ihre spezifischen Anforderungen führt zur maximalen Sicherheit.
 

 

1.1  Prüfnormen          2.1  Sicherheitswesten         3.1  Sicherheitshelme
 

 


1.1

1.1 Prüfnormen

Prüfnormen werden entwickelt um Produkte auf ihre Verwendbarkeit unter reproduzierbaren Bedingungen zu testen. Für den Benutzer ergibt sich damit eine Vergleichbarkeit der auf dem Markt erhältlichen Produkte.
Einige dieser Prüfnormen werden im weiteren Verlauf kurz erläutert.

Prüfnormen können allerdings nicht immer alle relevanten Testkriterien abdecken. Oftmals werden daher weitergehende Prüfungen mit zusätzlichen Testparametern durchgeführt und von den Herstellern publiziert. 
(weitere Informationen darüber erhalten Sie auf den jeweiligen Herstellerseiten)

Prüfnormen Sicherheitswesten:

Die Wirksamkeit von Sicherheitswesten wird in unterschiedlichen Leistungsklassen eingeteilt. Der BETA-Standard (British Equestrian Trade Organisation) unterscheidet insgesamt drei Leistungsklassen, wobei in Klasse 1 die geringsten und in Klasse 3 die höchsten Anforderungen anliegen:

 

Klasse 1: Kennzeichnung schwarzes Etikett

Klasse 2: Kennzeichnung braunes Etikett

Klasse 3: Kennzeichnung violettes Etikett

              
weiter Informationen finden Sie hier ... klick

 

Als weitere Referenz wird die europäische Norm EN 13158 verwendet, die jedoch bis auf eine zusätzliche Hautverträglichkeitsprüfung zu dem BETA-Standard vergleichbar ist.

 

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Prüfnormen Sicherheitshelme:

Aktuelle Reithelmmodelle müssen der europäischen Norm EN 1384 entsprechen. In dieser Norm werden Prüfungen zur Stoßdämpfung und Durchdringung vorgeschrieben.

Die amerikanische Norm ASTM entspricht weitestgehend der europäischen Norm EN 1384. Die englische Norm PAS 015 verlangt einen höheren Sicherheitsstandard, insbesondere der Durchdingungsfestigkeit, als die beiden erwähnten. (Siehe unten)

Die Kennzeichnung CE besagt, dass ein Produkt den Bestimmungen der europäischen Richtlinie für persönliche Schutzausrüstungen entspricht. Eine Beurteilung des Sicherheitsstandards ist hiermit allerdings nicht gegeben. Ähnlich verhält es sich mit der Kennzeichnung des TÜV/GS. Diese Kennzeichnung besagt lediglich, dass die Produktion des Herstellers regelmäßig überwacht wird.

 

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Was unterscheidet die PAS 015 von der EN-Euronorm?

Die PAS 015 stellt wesentlich höhere Anforderungen an die Festigkeit der Helme (min. vierfache Durchdringungsfestigkeit). Bei der EN 1384 wird das Zertifikat durch ein, vom Hersteller selbst ausgewähltes, Testinstitut nach dem Test der eingereichten Prüfmuster erteilt. Eine Überprüfung, inwieweit die Qualität und Ausführung der Prüfmuster der eigentlichen Produktion entsprechen, sowie der laufenden Produktion selber, finden nicht statt.

Bei der PAS 015 Prüfung dagegen wird die Prüfung vom British Standard Institut (BSI) durchgeführt. Jeder 300. Helm aus der laufenden Produktion wird überprüft. Bei Nichtbestehen des Tests muss die GESAMTE Produktion seit dem letzten Test vernichtet werden!

Bei der EN 1384 wird davon ausgegangen, dass ein Sturz aus geringer Höhe (60cm) auf eine ebene Fläche erfolgt. Der Durchschlagstest aus 60 cm Höhe erfolgt mit einem abgerundeten Kegel auf eine vom Hersteller vorgegebene Stelle (die in der Regel natürlich die Stabilste ist).

Bei der PAS 015 wird davon ausgegangen, dass der Reiter bzw. Fahrer eine reelle Chance haben sollte, wenn das Pferd auf oder gegen den Helm tritt. Die Firma Charles Owen hat bei der Untersuchung von 1552 Verletzungen durch Pferde (-sport) festgestellt, das 95% der schweren Kopfverletzungen entstehen, weil das Pferd auf oder gegen den Kopf tritt und nur in 5% der Fälle durch Stürze vom Pferd, wie es z.B. für die Entwicklung der früheren DIN-Kappe angenommen wurde. Eine weitere Erkenntnis dieser Untersuchungen war, dass in den meisten Fällen der Kopf mehrere Schläge erhalten hatte und es daher von enormer Bedeutung ist, dass der Helm nicht durch den ersten Schlag soweit zerstört wird, dass er bei weiteren Schlägen keinen oder nur noch unzureichenden Schutz bietet.

Der Durchschlagstest für die PAS 015 - Zulassung erfolgt mit einem 3kg schweren, spitzen Kegel aus 100crn Höhe auf den vermutlich schwächsten Punkt des Helmes (Bemerkung: Schon bei einer Verdoppelung der Höhe vervierfacht sich die Belastung). Luftlöcher dürfen bei der PAS 015 - Norm max. 5mm Durchmesser haben und müssen verstärkt sein (Bei Charles Owen-Helmen wird dies mit einem Gewebe, das auch für Schusswesten verwendet wird, erreicht.). 

Große Luftlöcher an der Vorderseite sind gefährlich, da sich darin Äste verhaken können und im Gegensatz zum Radfahrer, der zur Ruhe kommt, sobald er aufhört zu treten, ziehen die Pferde weiter. Genauso gefährlich ist ein fester Schirm, da man nie weiß, wessen Sollbruchstelle zuerst anspricht: die des Genicks oder des Helmes.

 

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Als FN-Fachberater seit Februar 2000 ! Fachberater (Reitsportausrüstung) und als Mitglied im FN-Arbeitskreis
"Ausrüstung für den Reit- und Fahrsport"
empfehlen wir aus Sicherheitsgründen 
unseren Kunden das Tragen von GPA oder Charles Owen - Helmen.

 

 

 

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Unsere Beiträge können das Thema Sicherheit sicherlich nicht in voller Breite abdecken.
 Wir werden uns daher bemühen, zukünftig Erweiterungen und Aktualisierungen vorzunehmen.
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